Snowboard fahren als Sport
Das Snowboard ist ein relativ junges Wintersportgerät. Vorformen des Snowboards gibt es seit den 1960er Jahren. Aus Snowboarden als Freizeitsport ist aber erst in der 1980er Jahren allmählich eine professionelle Sportart geworden. 1981 fanden die ersten Snowboardrennen statt. Seit 1985 gib es Weltmeisterschaften und seit 1996 einen Weltcup. Während dieser Zeit etablierten sich die ersten Großveranstaltungen, auf denen Wettbewerbe in verschiedenen Disziplinen ausgetragen wurden. Die größten Snowboardwettbewerbe finden heute in Innsbruck (Air and Style), Tokio (X-Trail Jam) und Davos (O’Neill Evolution Contest) statt. 1998 wurde Snowboarden sogar in drei Disziplinen zur olympischen Sportart. Dabei handelt es sich um Snowboardcross, Halfpipe und Dual Slalom.
Snowboardcross
Snowboardcross ist ein Snowboardwettkampf, bei dem eine speziell präparierte Abfahrtstrecke möglichst schnell bewältigt werden muss. In der Regel starten vier Fahrer gleichzeitig zu einem Lauf aus einer Starterbox. Die beiden schnellsten Fahrer gelangen in die nächste Runde, bis das Finale zwischen den beiden verbleibenden Fahrern ausgetragen wird. Gefahren wird gewöhnlich auf recht engen Hangstrecken, die mit speziellen Herausforderungen wie Kurven, Schanzen, Senken, Absätze, Verjüngungen usw. präpariert werden. Die Snowboardcrossstrecken verlangen von den Teilnehmern fahrerisches Können, aber auch taktisches Geschick und Durchsetzungsvermögen, da gruppenweise in unmittelbarem Wettbewerb gegeneinander gefahren wird. Dies und die enge Streckenführung sorgen für spektakuläre Läufe, bei denen Führungswechsel nicht selten sind. Aber auch Stürze und Kollisionen sind häufig, weshalb beim Snowboardcross ein umfassender Körperschutz wie im Motocross getragen wird.
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Halfpipe
Das Snowboarden wurde seit jeher stark von Wettbewerbsformen des Skateboarding beeinflusst. So wurden schon recht früh Snowboardwettbewerbe in der Halfpipe ausgetragen, bei denen es darum ging, anspruchsvolle Sprünge und Figuren möglichst fehlerlos auszuführen. Seit den 1990er Jahren wurden große Halfpipes mit Hilfe von Pistenraupen und Schneekanonen gebaut, die immer spektakulärere Kunststücke erlaubten. Halfpipes für Snowboards sind aus Schnee gefertigt und deutlich länger und größer als Skateboard-Halfpipes. Die spektakulären Bewegungen, Sprünge und Figuren werden auch aus dem Anlauf aus der schiefen Ebene begünstigt. Bei der Snowboard-Halfpipe beträgt die Transition 6 Meter bei einem Gefälle von 18 Grad. Bei den Olympischen Spielen wird auf Halfpipes gefahren, die 160 Meter lang und 20 Meter breit sind.
Dual Slalom
Der Dual Slalom orientiert sich an Slalomläufen im Skisport, weist aber einige entscheidende Unterschiede auf. Beim Dual Slalom sind die Tore weniger eng gesteckt, so dass das Rennen eher an einen Abfahrtslauf erinnert. Außerdem startet nicht jeder Teilnehmer einzeln, sondern es fahren stets zwei Läufer im direkten Duell gegeneinander. Sie fahren dabei auf genau gleich gesteckten Parallelstrecken, die sich nicht kreuzen.